NATIONALLIGA A

NEXT GAMES

03.02 La Chx.d.F. vs. Bettlach
03.02 Martigny vs. Belpa

SPIELPLAN / TABELLEN
 Mannschaft   TV   Punkte 
 OWR   102 : 28   35  
 GRL   80 : 28   27  
 SLI   73 : 54   23  
 MAR   61 : 43   19  
 BLP   62 : 44   16  
 CHX   50 : 48   15  
 KRZ   30 : 58   12  
 BWT   27 : 89   5  
 BTT   17 : 110   1  

NATIONALLIGA B
NEXT GAMES
02.02 Belpa II vs. Gals
02.02 Oberwil II vs. Grenchen II
03.02 Hägendorf vs. Horgenberg

SPIELPLAN / TABELLEN


 Mannschaft   TV   Punkte 
 HHA   85 : 43   25  
 GAL   89 : 42   24  
 GR2   77 : 51   16  
 OW2   45 : 42   16  
 BL2   32 : 70   3  
 PHX   28 : 108   3  

Rückblick auf ein Streethockey-Fest



Eine grossartige Streethockey-Woche in Zug ist gestern zu Ende gegangen. Die Weltmeisterschaften brachten sportlich die geglückte Titelverteidigung der Slowakei hervor, und übertrafen die kühnsten Erwartungen.

Das letzte Spiel am Sonntagabend bot noch einmal alles was das Herz des Hockey-Fans begehrt. Die USA welche mit einer makellosen Bilanz in dieses Finale vorgestossen waren führten nach dem ersten Drittel gegen die Slowakei mit 3:1. Ein weiteres Tor der US-amerikaner hätte wohl die Entscheidung bedeutet, doch es kam alles anders. Die Slowakei biss sich fest, konnte im Schlussdrittel den Ausgleich erzielen und ging in der 12.Minute der Overtime als glücklicher Sieger hervor. Die Slowakei verteidigt also ihren Titel erfolgreich, das hätte während der Woche wohl niemand für möglich gehalten.

Steigerungslauf der Slowakei
Schon der Start ins Turnier misslang der Slowakei. Im Gruppenspiel gegen die USA mussten sich die Slowaken mit 4:3 geschlagen geben, das gleiche Resultat wie später im Finale also, nur ohne Verlängerung und einem anderen Sieger. An und für sich hätte das den amtierenden Weltmeister wohl noch nicht aus der Bahn geworfen, wären die Resultate in den folgenden Spielen mit je einem Unentschieden gegen die Aussenseiter aus Finnland (1:1) und Pakistan (3:3) nicht ebenfalls mehr als enttäuschend gewesen. Immerhin sicherte sich die Slowakei mit einem 4:2 über Portugal dann doch noch im letzten Gruppenspiel die Qualifikation für die Viertelfinals. Der Preis für die durchzogene Vorrunde war dann ein hart gepflasterter Weg bis ins Endspiel. Die Slowaken schafften allerdings zuerst Kanada (5:4 n.V) und danach den grossen Bruder Tschechien (3:1) aus dem Weg um dann eben auch die USA im Finale zu bezwingen. Pünktlich auf das zweite Wochenende also waren die Slowaken wieder auf dem Punkt, taktisch brilliant und in den Overtime-Situationen halt dann auch etwas cooler als die Gegner. Den USA wäre der Titel bestimmt auch gegönnt gewesen, makellos spielten sie sich durchs Turnier, entschieden alle Vorrundenspiele für sich und zogen mit zwei Kantersiegen im Viertel- und Halbfinal ins Endspiel ein. Die Finalniederlage war somit die erste für die US-Boys in diesem Turnier überhaupt.

Berechtigte Schweizer Ansprüche
Einen Steigerungslauf legte auch das Schweizer Team in dieser Woche hin. Nach den anfänglich durchzogenen Leistungen gegen Bermuda und Kanada folgten gute Leistungen gegen Tschechien und Griechenland, wo allerdings der Aufwand und der Ertrag dann nicht im Einklang waren. Der schwierigen Aufgabe des Barragespiels gegen Italien entledigten sich die Schweizer souverän. Auch im Viertelfinal gegen den späteren Vizeweltmeister USA war die Schweiz um einiges stärker als das vernichtende Schlussresultat von 1:7 dann erahnen lässt. In den Platzierungsspielen gegen Portugal und Kanada lieferten die Schweizer spätestens den Beweis ab, dass man durchaus mit den Top-Teams der Welt Schritt halten kann. Dem Halbfinale nachzutrauern wäre indes wohl etwas gar blauäugig. Da ist die Ausgangslage im Moment wohl mit derjenigen der Eishockey-Nationalmannschaft identisch – wenn alles passt, ist es durchaus keine Utopie in dieses Halbfinale vorstossen zu können, realistischer ist aber dann doch eher die Platzierung welche die Schweiz mit diesem 6.Rang erreicht hat. Betrachtet man aber Leistungen von jungen Spielern wie beispielsweise Marc und Tim Müller, dann darf man ganz sicher auch in zwei Jahren in Pardubice von einem Halbfinale träumen.


Jubel gab es am letzten Tag auch für die Schweizer Damen. Mit einem 6:0 über Italien konnten sie den erwarteten 5.Rang erreichen. Für Exploits gegen die vier besten Teams aus Kanada, Tschechien, der Slowakei oder USA fehlte dem Kader der Schweiz dann wohl einfach die nötige Breite. Weil man im Gruppenspiel gegen Italien ausgerechnet den schlechtesten Tag einzog, drohte man sogar noch diesen Platz direkt hinter den grossen Vier zu verlieren, dies korrigerten die Damen aber eben im Platzierungsspiel mit diesem diskussionslosen 6:0-Sieg.

Der eigentliche Weltmeister von Zug
Der ganz grosse Gewinner der letzten Woche heisst aber nicht Slowakei, USA, Kanada oder Haiti. Der grosse Abräumer ist die Sportart Streethockey als solches. Es war absehbar, dass das OK um Maurus Schönenberger einen tollen Event auf die Beine stellen wird, der effektive Besucheraufmarsch sprengte dann aber sämtliche Erwartungen, auch die ganz grossen Medien wie SRF oder der BLICK nahmen diese Besucherzahlen zur Kenntnis und würdigten unsere Sportart mit tollen Berichten. Gut möglich, dass wir uns zukünftig nicht mehr erklären müssen, dass Streethockey nicht das Selbe wie Unihockey oder Inlinehockey ist – der WM sei dank. Die WM war ein Volksfest, auf den Zuschauerrängen vermischten sich Fans aus dem Wallis, Grenchen, Lenzburg oder Horgenberg mit Leuten aus der Zuger Bevölkerung welche von Streethockey bisher vielleicht nur aus der Ferne Notiz genommen haben. Auch aus der Streethockeyszene längst verschollen geglaubte Gesichter statteten der Bossard Arena plötzlich einen Besuch ab und schwelgten wohl in Erinnerungen an ihre Aktivzeit.

Alles in Allem sportlich, medial, sozial und emotional eine fantastische Woche welche zu Ende gegangen ist. Es gilt ganz einfach danke zu sagen all jenen welche an diesen Event geglaubt haben und ihn zu dem gemacht haben was er denn auch wirklich wurde – ein Streethockey-Fest für alle. DANKE ZUG 2015!

 
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