NATIONALLIGA A

NEXT GAMES

03.02 La Chx.d.F. vs. Bettlach
03.02 Martigny vs. Belpa

SPIELPLAN / TABELLEN
 Mannschaft   TV   Punkte 
 OWR   102 : 28   35  
 GRL   80 : 28   27  
 SLI   73 : 54   23  
 MAR   61 : 43   19  
 BLP   62 : 44   16  
 CHX   50 : 48   15  
 KRZ   30 : 58   12  
 BWT   27 : 89   5  
 BTT   17 : 110   1  

NATIONALLIGA B
NEXT GAMES
02.02 Belpa II vs. Gals
02.02 Oberwil II vs. Grenchen II
03.02 Hägendorf vs. Horgenberg

SPIELPLAN / TABELLEN


 Mannschaft   TV   Punkte 
 HHA   85 : 43   25  
 GAL   89 : 42   24  
 GR2   77 : 51   16  
 OW2   45 : 42   16  
 BL2   32 : 70   3  
 PHX   28 : 108   3  

"Wir sehen gute Chancen den Platz hinter Kanada, Slowakei und Tschechien zu belegen"



Etwas im Schatten des Männer-Teams hat in den letzten Tagen auch die Damen-Nationalmannschaft mit dem Feinschliff für die Heim-WM vom nächsten Sommer in Zug begonnen. Beim Head-Coach Stefan Ruch haben wir nach den ersten Trainingseinheiten den Puls gefühlt:



Stefan, die Damen-Nationalmannschaft hat sich an den letzten zwei Wochenenden getroffen. Was ist dein erster Eindruck im Hinblick auf die WM im nächsten Jahr?
Das Team geht mit grosser Vorfreude das WM-Turnier an. Für viele Damen wird die WM im eigenen Land das Karriereende bedeuten, heisst jede dieser Akteurinnen ist auch bereit ihr Bestes zu zeigen. Mit der Selektion konnten neue Spielerinnen für das Team gewonnen werden. Wir starten mit 25 Spielerinnen darunter 3 Torhüterinnen und zwei Pikettspielerinnen in die Vorbereitungsphase. Der Konkurrenzkampf ist durch die Kaderbreite optimal um auch leistungsorientiert die Vorbereitung anzugehen. Mit der Integration einiger Eishockeydamen hat sich das Team auch spielerisch weiterentwickelt.


Du hast nun als Coach schon die eine oder andere WM miterlebt. Im nächsten Jahr aber ist es für die Damen der erste Auftritt im eigenen Land. Etwas Besonderes oder?
Bestimmt! Für alle Beteiligten ist es etwas Spezielles im eigenen Land die Nation zu vertreten. Gerade nach dem grossen Aufwand vor zwei Jahren als die WM in Kanada stattgefunden hatte. Im kommenden Jahr ist es für alle Staff-Mitglieder und auch die Spielerinnen eine grosse Erleichterung in der Schweiz zu spielen. Die Wege sind kurz, das Administrative wesentlich einfacher. Für die Spielerinnen wird dennoch erstmals auf der mentalen Ebene das Turnier schwieriger werden. Die eigenen Erwartungshaltungen sind hoch, zudem kommt auch erstmals direkter Druck von Aussen da Bekannte, Verwandte und Medien aus der Schweiz direkt an den Spielen vertreten sind. Eine neue Situation für die Damen welcher der Staff auch berücksichtigen muss.

Ist dieser Druck den du ansprichst denn auch wirklich spürbar?

Wie oben erwähnt ist der Druck bestimmt grösser nicht nur von Aussen sondern vor allem auf der Seite des Teams. Vor zwei Jahren in St. John's hat das Team gezeigt, dass man bereit ist unter den Top 4 Nationen vertreten zu sein. Die Unerfahrenheit und individuelle Fehler haben uns in Kanada diesen Platz unter den Top 4 gekostet. So mussten sich die Damen wiederum mit dem 5. Schlussrang zufrieden geben (bereist das 3. Mal hintereinander). Die Umbruchphase im Team, welche in St. John's noch nicht abgeschlossen war, ist nun vorbei. Gut 2/3 des Teams bestreitet die 3. oder 4. WM und verfügt über genügend Erfahrung. Die Neumitglieder haben sich gut in das Team integriert und geben dem Kader die Frische und Breite um jede Linie so zu verstärken.


Wie gross schätzt du denn die Chancen ein, dass dein Team in Zug in diesen illustren Kreis der grossen Nationen eindringen kann?

Wir sehen gute Chancen den Platz hinter Kanada, Slowakei und Tschechien zu belegen. Benötigen jedoch nebst guten Leistungen auch das nötige Wettkampfglück. Vor allem in der Abschlussverwertung scheiterten wir in den vergangenen Jahren da die Torhüter anderer Nationen an der WM stärker sind als in der CH-Meisterschaft. Die USA, wenn diese mit dem selben Kader wie an der vergangenen WM anreisen, liegen auf Augenhöhe mit dem CH-Team


Wenn du dein Team charakterisieren müsstest, wie würde das klingen? Auf welche Spielerinnen dürfen wir uns in Zug besonders freuen?
UNBESCHWERT und FRISCH. Das Team ist seit Jahren zusammen = GROSSE FAMILIE. Da die Liga nur klein ist sind alle Spielerinnen sich bekannt und dadurch hat das Team auch den nötigen TEAMGEIST. Es hat einige Leaderinnen im Team. Im Speziellen wird die letztjährige Allstar Spielerin Marylin Janjic das Team als Captain anführen. Bei den Damen ist vor allem ein starkes Kollektiv zwingend um den Erfolg zu generieren. Jede Spielerin hat in der Damennationalmannschaft ihre Rolle = wichtiger als vereinzelte Star- Akteurinnen.



So richtig durchgesetzt hat sich das Damen-Streethockey national leider noch nicht. In der kommenden Saison nehmen nur gerade drei Equipen an der Meisterschaft teil. Eine Entwicklung die dem Nati-Coach Sorgen bereitet?

Da ich nebst dem Nationalcoach auch TK Chef der Damenliga bin macht mir das sehr grosse Sorgen. Mit einer Aktion anlässlich der Präsidentenkonferenz versuchen wir Werbung zu machen um die Damenmeisterschaft dito der Senioren wieder in Turnierform auszutragen. Diese Werbung soll dann auch an die Eishockeydamen gehen so dass eine Meisterschaft in Turnierform neu über die Sommermonate ausgetragen werden sollte. Wenn diese Aktion keinen neuen Zuwachs an Teams bringt, wird die Liga im 2015 sterben und die Damen müssen in der 2. Liga mit Herren integriert werden.

Als Naticoach werde ich nach der WM 2015 in Zug den Rücktritt geben da es auch bereits die 4. WM ist und ich gerne neuen jüngeren Leuten Platz machen möchte.

Aus drei Teams ein schlagkräftiges Nationalteam zu formen ist nicht einfach. Ist das die Erklärung dafür, dass im aktuellen Kader auch Eishockeyspielerinnen zu finden sind?

Richtig. Es benötigt in jedem Team den Konkurrenzkampf um erfolgreich zu sein. Fehlt dieser kann man nicht leistungs- und zielorientiert arbeiten. In St. John's fehlten uns beispielsweise drei Spielerinnen und eine Torhüterin welche dem Kader auch den Leistungsdruck geben konnten. Die Eishockeyspielerinnen haben den Platz im Team verdient. Fünf Spielerinnen fanden in das Kader wobei rund 20 Spielerinnen von C-A Niveau anlässlich der Selektionen gesichtet wurden. Die Streethockeyspielerinnen welche im aktuellen Natikader sind konnten sich durch Leistung (nicht Vitamin B) gegen die restlichen 15 Eishockeypielerinnen durchsetzen, heisst die Eishockeydamen haben nicht andere Eigenschaften als Streethockeyanerinnen.


Lass uns auf die kommenden Monate vorausblicken. Wie sieht das Programm der Damen-Nati bis zum grossen Event im nächsten Juni aus?
Wir werden anlässlich von Workshops -welche nach Damenspielen stattfinden- individuelle die Fähigkeiten von Verteidigerinnen und Stürmerinnen schulen und Schwächen angehen. Wir können so vom Staff her direkter an jeder Frau die Inputs und Tipps geben. Ab Oktober werden wir bis März 2015 vier Mal ein eintägiges Training in Bettlach durchführen. Im Mai werden wir zudem ein Trainingsweekend durchführen um für den Juni bereit zu sein.

Mit der Möglichkeit vor der WM zwei Tage in der Halle in Zug zu trainieren werden wir die Vorbereitung dann abschliessen um bereits vor der WM den Rhythmus zu haben.



So läuft Damen-Streethockey:



 
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